Die Geschichte Kubas

Artikel vom 30.07.2010 | Autor ist admin | Themen: Allgemein | 0 Kommentare

Wer kennt sie nicht, die Insel des Revolutionsführers Fidel Castro, der das Land bis vor kurzem noch regierte und seit 1959 das Land mit sozialistischer Faust führte. Die Insel, die aufgrund ihrer wunderschönen Lage in der Karibik ein Traum für jeden Touristen ist, ist nicht nur durch Fidel Castro, Ernesto „Che“ Guevara und die Kubakrise weltberühmt geworden, auch schon vor der Zeit der Revolution war Kuba ein beliebtes Touristenziel, ironischerweise kamen die meisten der damaligen Besucher aus den USA. Der folgende Beitrag soll einen kleinen Überblick über die Geschichte Kubas geben.

Kuba von der Vergangenheit bis zur Gegenwart

Die Ureinwohner Kubas, die Arawak, waren ein indigenes Volk, ähnlich den Mayas oder den Inkas. Die Spanier landeten ab 1550 regelmäßig auf der Insel und nahmen sie in den nachfolgenden Jahrzehnten in Besitz. Durch eingeschleppte Krankheiten und Massaker der spanischen Kolonialherren starben die Arawaks innerhalb weniger Jahrzehnte völlig aus. Im Jahr 1868 begann der kubanische Unabhängigkeitskrieg, der 30 Jahre lang bis zum Abzug der Spanier im Jahre 1898 dauern sollte.

Die USA besetzten nach dem Abzug der Spanier die Insel und gaben sie 1902 an die Kubaner mit der Bedingung ab, bei kubanischen Handlungen, die gegen die Interessen der USA seien, sofort zu intervenieren. Außerdem wurde der heute als Guantanamo Bay bekanntgewordene US-Militärstützpunkt ausgehandelt, der noch heute von den USA besetzt wird. Danach folgten mehrere Diktaturen, am Schluß die von Präsident Batista. Batista wurde 1959 nach der erfolgreichen Revolution von Fidel Castro abgesetzt und flüchtete mit rund 40 Millionen Dollar im Reisegepäck nach Spanien, wo er bis 1976 einen ruhigen Lebensabend an der Costa del Sol genoß.

Die Sozialisten unter Castro und Che Guevara gründeten daraufhin einen sozialistischen Staat, der von den USA sofort bekämpft wurde. Mehrere Versuche des CIA, mithilfe von Exilkubanern die sozialistische Regierung Castros zu stürzen, endeten kläglich. Am bekanntesten ist hierbei wohl das Desaster in der Schweinebucht. Kurz darauf, im Jahr 1962 kam es zur sogenannten Kubakrise, die die Welt an den Rande eines Atomkrieges brachte. Die Sowjetunion hatte mit Genehmigung Kubas Atomwaffen auf die Insel gebracht und bedrohte damit direkt die USA. Erst durch mühsame Verhandlungen und Drohgebärden beider Seiten konnte der Konflikt in letzter Sekunde entschärft werden.

Seit damals hat die USA nie wieder direkt versucht, die kubanische Diktatur zu beseitigen. Das Land ist bis heute in sozialistischer Hand, durch ein Embargo der USA hinkt die Wirtschaft Kubas der westlichen Welt deutlich hinterher. Reist man nach Kuba, so fühlt man sich in die 1950er Jahre zurückversetzt, uralte Autos prägen das Land, außerdem sind die Folgen der sozialistischen Wirtschaft und des US-Embargos auch ohne Marketing Ausbildung für jedermann sichtbar. Nachdem 2008 Raul Castro die Staatsgeschäfte von seinem Bruder übernommen hat, beginnt sich der Karibikstaat langsam dem Westen etwas zu öffnen, gleichzeitig hat Raul Castro einige rechtsstaatliche und wirtschaftliche Reformen eingeläutet, die dringend notwendig waren.

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